Über mich und meine Helfer

Mein Werdegang

Katrin Schuster ist mein Name, doch Namen alleine sind wenig aussagekräftig. Schmökern Sie gerne von unten nach oben durch meine Geschichte oder sehen Sie sich einfach einzelne Etappen genauer an.

Auf meiner Schulter ruht Rondra, die Geschichte von ihr und ihrem Bruder, sowie die meiner hündischen Helfer lesen Sie in deren Rubrik.

 

 

 

 

2017 Mein aktuelles Tätigkeitsfeld

Mein jetziges Tätigkeitsfeld in der Schweiz ist sehr breit gefächert, hält mich flexibel und kreativ. Einzelne Tierhalter profitieren von meiner Beratung und werden sehr individuell angeleitet. In Katrin’s Tierstunde biete ich lernbegeisterten Tierhaltern und Tier-Experten eine Lernplattform mit Weiterbildungsmöglichkeiten über Vorträge und Seminare. Webinare haben derzeit noch keine Priorität, ich unterrichte lieber mit lebendigen Gesichtern um mich herum. Mensch-Hund-Teams finden sich zudem zum gemeinsamen Training spezieller Fragestellungen in Trainingsgruppen zusammen. Das Netzwerk mit zahlreichen Kollegen ermöglicht mir eine ganzheitliche Herangehensweise bei verschiedenen Fragestellungen.

Als Dozentin für diverse Naturheilkundliche Schulen unterrichte ich Ethologische und Veterinärmedizinische Fächer. Seit 2017 übernehme ich zudem Lehraufträge für die Juventus-Schule, bei der Ausbildung von TPA, hier darf ich vor allem mein Laborwissen wieder auspacken und weitergeben. Für das Schweizer Hundemagazin und Schweizer Katzenmagazin erstelle ich regemässig Beiträge für interessierte und lernbegeisterte Leser.

Im Jahr 2017 entschloss ich mich zu einer Zusatzausbildung als Hundepysio-Therapeutin bei DIFT.ch, da ich in der Verhaltensberatung immer wieder auf körperliche Beschwerden stosse, die beim Training berücksichtigt werden müssten. So betreue bereits erste Hunde-Patienten, deren Halter Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung legen, in meinem kleinen Büro- und Praxisraum.

 

Wohin mich der weitere Weg noch führt, ist ungewiss, neugierig schaue ich nach vorn und geniesse den Moment.

2009 Umzug in die Schweiz ¦ Ragnarson

Im Jahr 2009 zog ich mit meinem Lebenspartner, unseren Katzen und Hündin Gina in die Schweiz. Innerhalb der folgenden Jahre baute ich dort meine Beratungsanbeote weiter aus und meldete meine Selbstständigkeit an. Um Zeit zu gewinnen mich in der Schweiz zu etablieren, pendelte ich Anfangs im Zweiwochenrhytmus nach München.

Gina verstarb kurze Zeit nach unserem Umzug, einige Monate später zog der Malamute-Rüde Ragnarson bei uns ein, der mit mir zusammen nach München pendelte. Er sollte mir zeigen, was ich wirklich drauf habe und wo meine Grenzen liegen, um dem Übermut, den ich durch Gina erlebte etwas Einhalt zu gebieten. Diese Aufgabe meisterte er völlig problemlos ;-).

 

2004 Gina, Boron und Rondra ¦ Offizielle Gewerbeanmeldung

Am Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygine und Tierhaltung der LMU München, war es mir möglich einen Hund mit zu bringen. Dies und die Zustimmung meines Lebenspartners erlaubte es mir erstmals, einen eigenen Hund zu halten.

Unsere Hündin Gina begleitete mich über ca. sechs Jahre täglich auf dem Weg nach München. Mit ihr stellte ich mein gewonnenes Wissen auf die Probe und wurde dabei fast etwas übermütig. Gina war zwar nicht ganz unselbstständig und hatte durchaus ihren eigenen Kopf, doch sie war so unglaublich lernwillig, dass es kaum etwas gab, was ich nicht mit ihr erarbeiten konnte.

 

Als der Nymphensittich Charly seinen letzten Weg angetreten hatte, fanden die Geschwisterkatzen Boron und Rondra bei uns ein Zuhause und bereichern seit dem unseren Haushalt und mein Wissen über das spezielle Verhalten dieser faszinierenden Raubtiere.

 

 

 

Im Jahr 2004 meldete ich meine tierpsychologische Tätigkeit offiziell in Deutschland an um das wachsende Feld an nebenberuflichen Beratungen weiter verfolgen zu können.

 

 

1997 Veterinär-Medizin ¦ Labor ¦ Forschung

Den eigenschlagenen Weg liess ich auch nach Schulabschluss nicht aus den Augen. So konzentrierte ich mich gezielt auf die naturwissenschaftlichen Fächer, um anschliessend die Ausbildung zur Veterinär-medizinisch-technischen Assistentin (Laborfachfrau für Veterinärmedizin) zu absolvieren. Das hier gewonnene Wissen wollte ich dazu nutzen, medizinische Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten abschätzen zu können. Zudem ist die Arbeit im Labor ein weiterer Traum, den ich mir damit erfüllen konnte, denn die dort geforderte Konzentration und das sehr detaillierte Arbeiten machen mir unglaublich viel Spass.

Nach dem Abschluss dieser Ausbildung durfte ich den Weg in die Forschung einschlagen, an die LMU München.

Zwei Jahre verbrachte ich im Insititut für Tierphysiologie, in dem vor allem molekularbiologische Techniken und die Arbeit mit Zellkulturen im Vordergrund standen. In dieser Zeit begann ich das Fernstudium „Tierpsychologie“ der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde, Schweiz), um meine bisher gewonnenen Kenntnisse zu vervollständigen.

Später wechselte ich zu meinem Traum-Arbeitsplatz: Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung. Hier standen diagnostische Arbeiten im Vordergrund, mit denen beispielsweise die Gesundheit unterschiedlichster Tierarten in verschiedenen Haltungssystemen beurteilt wurde. Wieder war es mir möglich, einen aktiven Beitrag zum Tierschutz zu leisten, wie es schon immer mein Anliegen war. Zudem genoss ich den regen Austausch mit Verhaltensmedizinern und Ethologen und hatte Einblick in die neuesten Forschungserkenntnisse der Verhaltensforschung.

1995 Das Psychofieber hat mich erwischt

Mit sechzehn sinnierte ich über meinen zukünftigen Berufswunsch und interressierte mich für eine Tierheilpraktiker-Ausbildung in der Paracelsusschule in München. Es war schnell klar, dass dieser Traum zu viel Geld schlucken würde, das ich nicht aufbringen könnte.

Doch durch ein Programmheft der Paracelsusschule wurde ich auf ein Seminar aufmerksam, das meinen weiteren Werdegang  massgeblich beeinflusste: „Moderne Tierpsychologie“ mit Clarissa von Reinhardt. Um die 460 DM hierfür und 560 DM für das Aufbau-Seminar aufzubringen, nahm ich neben Schule und Tierheim einen kleinen Aushilfsjob an. Das Fieber hatte mich gepackt und liess mich nicht mehr los. Nicht nur das spannende Wissen über das Verhalten von Tieren und deren Bedürfnisse um ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen fesselte mich. Auch die Tatsache, dass ich das Gefühl hatte Parallelen zum Verhalten der Menschen zu erkennen und endlich einen Weg fand meine „eigenen Artgenossen“ zu verstehen.

Neugierig geworden sparte ich mir das Geld für weitere Seminare zusammen, lernte von Günther Bloch, Dr. Dorit Feddersen Petersen und anderen Experten. Dabei legte ich viel Wert drarauf auch von anderen Tierarten ausser dem Hund zu lernen, wenn es hierfür auch deutlich weniger Fortbildungsangebote gab. Immer mehr Fachbücher füllten meine Regale im Kinderzimmer.

Gleichzeitig versuchte ich hinzugewonnenes Wissen durch beobachten und praktizieren an den Hunden, Katzen, Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen und Vögeln im Tierheim und meinen aller ersten freiwilligen Klienten zu festigen. Die Hundeschule Mayinger trainierte zu dieser Zeit im Tierheimgelände nach modernen Grundsätzen (zu dieser Zeit noch eine grosse Ausnahme), auch hier durfte ich mich aktiv einbringen.

In den Sommerferien erlaubten mir meine Eltern die Ferienbetreuung einiger Kleintiere in meinem Zimmer zu übernehmen. Gerne nahm ich auch diese Gelegenheit wahr, um Erfahrungen zu sammeln und den Tieren eine gute Zeit zu bieten.

Der leider einsame, Nymphensittich Charly, durfte nach der Ferienbetreuung als erstes eigenes Haustier bei mir bleiben, da die Halter das Interesse verloren.

Ich gab mein Bestes, um die Lebensqualtität des zahmen Vogels über die weiteren Jahre zu verbessern und zu erhalten.

1992 Wie alles begann

Aufgewachsen bin ich in Landsberg am Lech ohne Haustiere. Doch aufgrund meiner – wenn man so sagen kann – sozialen Defizite im Umgang mit „menschlichen Artgenossen“, liess mich der Wunsch nie los, mit Tieren zusammen zu sein. Ich war mir sicher, dass Tiere mich besser verstehen und sozialer sind.

Meine Eltern teilten dieses Interesse nicht und so erfüllte ich mir mit meinem dreizehnten Lebensjahr einen Traum. Ich engagierte mich im nahe gelegenen Tierheim Altfriedheim und brachte mich ehrenamtilich bei der Versorgung der Tiere ein. Dort verbrachte ich jede freie Minute und ignorierte die Klagen meiner Mutter, ich wäre mehr im Tierheim zuhause als bei uns. Trotz den jungen Jahren, durfte ich schon sehr früh Verantwortung im Tierheim übernehmen, vertrat die Tierpflegerin in ihren Sommerferien und übernahm die Versorgung der Tiere für einige Wochen eigenständig.

Selber Aussenseiter, nahm ich mich schon damals am liebsten den auffälligen Hunden an, die sich nicht mit Artgenossen vertrugen oder sonst irgendwie schwierig waren. Es war mir ein Herzensanliegen diesen Hunden „Gehör zu schenken“. Ich fühlte mich mit diesen eng verbunden.

Das Bild ist ein Auszug aus einem Erinnerungsheftchen, das mir die damalige Tierpflegerin Elke Grund zu ihrem Abschied gebastelt hatte. Vielen Dank liebe Elke, es zaubert mir immer wieder ein lächeln ins Gesicht :-).